Mit Haufe aktuell informiert zu OMS

OMS steht für „Optimiertes Meldeverfahren in der sozialen Sicherung“. Am 15.02.2012 startete das Projekt „Optimiertes Meldeverfahren in der sozialen Sicherung“. Bei aktuell ca.300 Millionen Meldungen pro Jahr geht es darum, Optimierungspotenziale bei den elektronischen Massenverfahren zu benennen.

Die OMS Ratgeber-Seite von Haufe informiert Sie aktuell über die künftigen elektronischen Arbeitgebermeldeverfahren in der sozialen Sicherung. Nutzen Sie die kostenlosen Angebote von Haufe und bereiten Sie sich rechtzeitig auf die Neuerungen vor: "Haufe OMS Checkliste", FAQs zu OMS und OMS Bericht über die möglichen Verfahrenskosten für Arbeitgeber.

Weitere Informationen sind auch über die offizielle Internetseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) www.projekt-oms.de abrufbar. 

Aktuelle News zu OMS

Abschlussbericht zur Machbarkeitsstudie für das Optimierte Meldeverfahren in der sozialen Sicherung (OMS) liegt vor.
Abschlussbericht zur Machbarkeitsstudie für das Optimierte Meldeverfahren in der sozialen Sicherung (OMS) liegt vor.

6. Februar 2014

Abschlussbericht zur Machbarkeitsstudie für das Optimierte Meldeverfahren in der sozialen Sicherung (OMS) liegt vor

Das zuständige Bundesministerium hat nun den Abschlussbericht des Projekts OMS veröffentlicht und darin die Ergebnisse vorgestellt. Die OMS-Machbarkeitsstudie zeigt auf, was sinnvoll ist und was nicht. Empfohlen werden vor allem punktuelle Verbesserungen im technischen Ablauf.

Das maschinelle Meldeverfahren zwischen Arbeitgeber und der Sozialversicherung hat sich bewährt – das ist die Kernaussage der Machbarkeitsstudie zum "Optimierten Meldeverfahren Sozialversicherung" (OMS). Gleichwohl gibt es Optimierungspotentiale bezüglich der Geschäftsprozesse, einen möglichen weiteren Bürokratieabbau, der noch nicht  automatisierten und noch nicht integrierten Verfahren.

Als Ergebnis soll das  Verfahren nicht komplett neu aufgesetzt werden. Noch erscheint es sinnvoll, kostspielige Teil-Visionen in Angriff zu nehmen. Vielmehr soll das bestehende Verfahren verbessert werden. Wie erwartet, sind nicht alle der insgesamt 31 bewerteten Optimierungsvorschläge als umsetzbar eingestuft worden. Die 31 Optimierungsvorschlage wurden im Abschlussbericht zum Projekt OMS wie folgt bewertet:

  • Machbar, Umsetzung empfohlen: 4 Vorschläge
  • Machbar mittelfristige Umsetzung empfohlen: 1 Vorschlag
  • Machbar, ohne Umsetzungsempfehlung: 13 Vorschläge
  • Bedingt machbar: 9 Vorschläge
  • Nicht durch OMS bewertbar: 5 Vorschläge

 

Machbare Vorschläge zu OMS mit Empfehlung der Umsetzung

Eine Empfehlung zur Umsetzung gab es immerhin bei 4 Vorschläge, zudem wurde für einen Vorschlag „Datensatz-ID mit Storno“ die mittelfristige Umsetzung empfohlen:

1. Maschinelle Abfrage der Versicherungsnummer bei der Deutschen Rentenversicherung

Aus Kostensicht wird befürwortet, den schon bestehenden Datensatz Meldung (DSME) für die Abfrage der Versicherungsnummer zu verwenden, der derzeit bereits von den Einzugsstellen und der Bundesagentur für Arbeit für VSNR-Anfragen genutzt wird. Allerdings gibt es die Bedingung, dass die Anfrage und Beantwortung protokolliert wird.

Durch die maschinelle Abfrage der Versicherungsnummer kann künftig der Arbeitgeber ohne Zeitverlust die Versicherungsnummer in die Anmeldung eingeben. Das Anfrageverfahren gab es übrigens schon im ELENA-Verfahren.

2. Weitergabe des Erstelldatums einer Meldung bis zur Deutschen Rentenversicherung durchrouten

Mit dem Erstelldatum einer Meldung können die Rentenversicherungsträger in der Betriebsprüfung die fristgerechte Abgabe einer Meldung kontrollieren. Einziger Haken: Die Frage, welcher Zeitpunkt zur Fristwahrung überhaupt maßgeblich ist, wurde nicht beantwortet. Denkbar wäre der Eingang der Meldung beim Kommunikationsserver, bei der Datenannahmestelle oder bei der Krankenkasse.

3. Rückmeldeverfahren für technische Fehler durch die Datenannahmestellen

Die Rückmeldung von technischen Fehlern betrifft z. B. fehlerhaft verschlüsselte Meldungen oder die Anwendung eines fehlerhaften Zeichensatzes und ist eine Ergänzung zu den bereits bestehenden - eher fachlichen - Fehlerrückmeldungen.

Dieser Fehlerrückkanal ersetzt die derzeitige Klärung durch Sachbearbeiter der Datenannahme- und -verteilstellen und steigert die Verfahrenssicherheit, da diese Erweiterung zur Folge hätte, dass für jede Meldung eine definierte elektronische Rückmeldung erfolgt.

4. Gleiche Werte in Feldinhalte

Die Meldeinhalte sollen verfahrensübergreifend synchronisiert werden, da derzeit sowohl die Darstellungen als auch die Spezifikationen gleicher Sachverhalte in den diversen Meldeverfahren voneinander abweichen. Der Vorschlag zur Führung eines Data Dictionary wurde von den OMS-Arbeitsgruppen aufgenommen und als machbar bewertet.

Das Data Dictionary schafft die Grundlage, die bisher führenden, papiergebundenen, nicht homogenen Dateispezifikationen aller Meldeverfahren in der sozialen Sicherung zu synchronisieren und diese als führendes Medium zu ersetzen. Das Data Dictionary soll sowohl den Normgebern als auch den Softwareerstellern zur Verfügung stehen.

 

Machbare Vorschläge zu OMS ohne Empfehlung

Daneben wurden 13 Vorschläge als machbar eingestuft, ohne eine ausdrückliche Empfehlung zur Umsetzung zu geben. Gründe für die fehlende Empfehlung waren dauerhaft entstehende bzw. nicht eindeutig bewertbare Kosten oder auch die kostenintensive Umstellung. Hierzu gehören u. a. die:

  • Maschinelle Anforderung der Gesonderten Meldung - Bislang wird die maschinelle Meldung von den Rentenversicherungsträgern mit einem Vordruck angefordert, also ein klassischer Medienbruch.
  • Zentrale Verfahrensinterpretation - Insbesondere die Anbieter von Entgeltabrechnungsprogrammen wünschen sich eine noch intensivere Einbindung bei Erweiterungen im Meldeverfahren.

 

Eingeschränkt machbare Vorschläge zu OMS

Als weitere Einstufungskategorie gab es Vorschläge, die keine Empfehlung bekommen haben und auch nur als bedingt machbar eingestuft werden, weil organisatorische Bedenken bestehen oder die Kosten bei deren Umsetzung erheblich wären:

  • Zertifizierungspflicht der Software der Sozialversicherungsträger im Dialogverfahren - Wie die Entgeltabrechnungsprogramme sollen auch die Programme der Krankenkassen zertifiziert werden, um fehlerhafte Meldungen der Krankenkassen zu verhindern.
  • Zentralisierung der Datenannahme - Die Idee war es, dass Arbeitgeber die Meldungen nur noch an eine Datenannahmestelle senden können.
  • Einrichten einer Informationsplattform - Der Informationsbedarf bei den komplexen Verfahren ist groß. Hier wurde der Wunsch bewertet, eine Plattform für alle technischen und fachlichen Fragen zu schaffen.

Zudem wurden 5 Vorschläge als nicht durch das OMS-Projekt bewertbar eingestuft.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass das Projekt OMS im Dezember 2013 mit konkreten Machbarkeitsbewertungen und Handlungsempfehlungen zu 31 Vorschlägen zur Optimierung der Meldeverfahren in der sozialen Sicherung abschließt.

In 2014 sollen im Projekt OMS - Fortführung die Arbeiten zur Beurteilung der Machbarkeit der noch nicht bewerteten 69 Optimierungsvorschläge durchgeführt werden. Dazu sollen mögliche Potenziale der Kostenreduzierung innerhalb der Ablauforganisation der einzelnen Beteiligten anhand des festgestellten Erfüllungsaufwandes in der IST-Aufnahme sowie die mögliche Umstellung von weiteren Bescheinigungen und Anträgen auf elektronische Verfahren untersucht werden.

Der 80-seitige Abschlussbericht ist im Internet unter www.projekt-oms.de abrufbar.

Machbarkeitsstudie für das Optimierte Meldeverfahren in der sozialen Sicherung (OMS) liegt vor.
Machbarkeitsstudie für das Optimierte Meldeverfahren in der sozialen Sicherung (OMS) liegt vor.

Weitere News zu OMS

10. Januar 2014

Aktueller Stand des Projekts OMS (Optimiertes Meldeverfahren in der sozialen Sicherung)

Es wurden in den Jahren 2012 und 2013 von 111 Optimierungsvorschlägen 30, teilweise aus mehreren Vorschlägen zusammengefasste Optimierungsvorschläge geprüft. Hieraus erfolgte im Dezember 2013 eine konkrete Machbarkeitsbewertung und Handlungsempfehlung zur Optimierung der Meldeverfahren zur sozialen Sicherung. Nähere Informationen sind aus dem Abschlussbericht unter www.projekt-oms.de, der voraussichtlich im ersten Quartal 2014 veröffentlicht wird, zu entnehmen.

Aufgrund von zeitlichen und personellen Ressourcen der Projektteilnehmer konnten bezüglich der Anzahl der eingereichten Vorschläge und der damit verbundenen Komplexität nicht alle Optimierungsvorschläge geprüft werden. Das Projekt wird daher im Jahre 2014 um ein weiteres Jahr fortgeführt.

Fortführung des Projektes OMS in 2014 (OMS-Fortführung)

Folgende sechs Arbeitsblöcke sind Bestandteil der Projektfortführung:

  • Arbeitsblock 1: Die noch nicht bearbeiteten Optimierungsvorschläge sollen hinsichtlich einer möglichen Umsetzung geprüft und bewertet werden.
  • Arbeitsblock 2: Die in der Phase 1 – IST-Aufnahme erstellte Bestandsaufnahme der Fachverfahren und technischen Umsetzung soll fortlaufend aktualisiert werden.
  • Arbeitsblock 3: Die Konsequenzen aus dem Destatis-Bericht zum „Erfüllungsaufwand ausgewählter Meldeverfahren in der sozialen Sicherung, Szenario 0, IST-Aufnahme“ sind in der Gesamtbetrachtung aller Optimierungsvorschläge zu prüfen. Der Schwerpunkt soll hier auf den Geschäftsprozessen der Arbeitgeber liegen.
  • Arbeitsblock 4: Schwerpunkt in diesem Arbeitsblock ist die Betrachtung ob weitere Bescheinigungen in elektronische Verfahren überführt werden können. Dies soll mittels eines Pilotmodelles geprüft werden, ob Antragsverfahren über eine zentrale Verfahrensweise für Versicherte und der Träger einfacher zu gestalten sind. Dieses Pilotmodell soll unter Einbeziehung von noch offenen Optimierungsvorschlägen durchgeführt werden.
  • Arbeitsblock 5: Nochmalige Prüfung und Bewertung der Ausarbeitungen zu XML, APPs, Cloud, e-Communities aus dem Projekt OMS.
  • Arbeitsblock 6: In diesem Arbeitsblock sollen die verfügbaren Auswertungen genutzt werden um die Datenstrukturen zu harmonisieren. Dazu sollen die Differenzen und Redundanzen in den Datensatzbeschreibungen aufgezeigt werden. Auf dieser Grundlage sollen dann Vorschläge zur eindeutigen Benennung von Datenfelder, Datenbausteinen und Datensätze erarbeitet werden. Grundlage ist das Data Dictionary des Projekt OMS, welches Beschreibungen der Verfahren aus dem Meldewesen, Bescheinigungswesen und der Antragsverfahren enthält.

 

 


 

30. Juni 2013

Zwischenbericht zur Machbarkeitsstudie für das Optimierte Meldeverfahren in der sozialen Sicherung (OMS) liegt vor

 

Das Projekt OMS hat die Aufgabe, die künftigen Geschäftsprozesse und  technischen Abläufe der wesentlichen Fachverfahren im Melde-, Beitrags- und Bescheinigungswesen sowie der Antragsverfahren in der sozialen Sicherung festzulegen. Nach den Erfahrungen mit ELENA, wurde der Einführung neuer Melde- und Bescheinigungsverfahren eine Ist-Aufnahme der bestehenden Verfahren  und eine Berechnung der Kosten (Erfüllungsaufwand) vorangestellt.

  • Teil 1 des Zwischenberichts zur Machbarkeitsstudie OMS gibt einen kurzen Einblick in die wesentlichen Meldeverfahren der Sozialversicherung.
  • Teil 2 ist wesentlich umfangreicher, da er eine detaillierte  Darstellung der Fachverfahren beinhaltet. Hier werden die einzelnen Verfahren erläutert und durch die grafische Aufbereitung der Prozesse ergänzt. Auch finden sich als Anlage alle in den Arbeitsgruppen erarbeiteten und abgestimmten Fachfragebögen zu den einzelnen Verfahren wieder.

Checkliste zu OMS

Die Haufe OMS Ratgeber Checkliste hilft Ihnen die relevanten Auswirkungen des Projekt OMS in Ihrem Unternehmen zu prüfen und vorzubereiten.

Die Haufe OMS Ratgeber Checkliste hilft Ihnen die relevanten Auswirkungen des Projekt OMS in Ihrem Unternehmen zu prüfen und vorzubereiten.


weiter >

FAQs

Fragen und Antworten rund um das OMS Projekt und der Einführung von OMS

Fragen und Antworten rund um das OMS Projekt und der Einführung von OMS.


weiter >

Fachwissen & Lösungen

Haufe macht Sie fit für das neue OMS mit passender Fachliteratur und Software Lösungen.

Haufe macht Sie fit für das neue OMS mit passender Fachliteratur und Software Lösungen.


weiter >

Bereiten Sie Ihr Unternehmem einfach und sicher auf das Planungen des OMS Projekt vor. Haufe bietet Ihnen Fachwissen, Fachliteratur und Software zur optimalen Beratung rund um OMS. Damit Sie sicher auf die eventuelle Einführung des optimierten Meldeverfahren in der sozialen Sicherung (OMS) vorbereitet sind. Mit der OMS Fachliteratur von Haufe erhalten Sie die Werkzeuge und Informationen, die Ihnen die korrekte Umsetzung der OMS Auswirkungen in Ihrem Unternehmen ermöglicht. Sie finden Antworten auf die häufigsten Fragen zum OMS Projekt. Nutzen Sie die Haufe OMS Ratgeber Checkliste zur "OMS in Unternehmen" die wir Ihnen kostenlos als PDF zum Download anbieten. Mit der Übersicht der wichtigsten OMS Meilensteine verpassen Sie keinen der wichtigen OMS Termine. OMS steht für „Optimiertes Meldeverfahren in der sozialen Sicherung“ und hat die Vereinheitlichung der Meldeverfahren an Sozialversicherungsträger zum Ziel. Machen Sie jetzt Ihr Unternehmen fit für OMS!

Die wichtigsten Begriffe rund um das OMS Projekt: ITSG, OMS, ELENA, Meldeverfahren, Optimiertes Meldeverfahren, Soziale Sicherung, Optimiertes Meldeverfahren in der sozialen Sicherung, euBP, Entgeltbescheinigung, Zahlstellenverfahren, DEÜV, BEA,  Bescheinigungen elektronisch annehmen, Erfüllungsaufwand, Sozialversicherungsmeldungen, Krankenkasse, Rentenversicherungsträger, Minijob-Zentrale, geringfügig Beschäftigte, Arbeitgeber-Beitragsnachweis, Antrag auf Arbeitslosengeld, Arbeitsbescheinigung, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, BAMS, elektronisches Entgeltnachweis-Verfahren, elektronischer Einkommensnachweis, Bescheinigungswesen, Meldewesen, GKV-Monatsmeldung, U1/U2-Verfahren, Zahlstellenmeldeverfahren, Meldeverfahren zur Unfallversicherung, Künstlersozialabgabe.