Fragen und Antworten rund um OMS (Optimiertes Meldeverfahren in der sozialen Sicherung)

FAQs zu OMS (Optimiertes Meldeverfahren in der sozialen Sicherung)

Hinter dem Projekt OMS des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales „Optimiertes Meldeverfahren in der sozialen Sicherung verbirgt sich eine umfassende Untersuchung der bestehenden elektronischen Arbeitgebermeldeverfahren in der sozialen Sicherung im Hinblick auf ihre Optimierungspotenziale.

Für zahlreiche Klein- und mitteständische Unternehmen, aber auch für Großkonzerne wirft OMS viele Fragen auf. Hier finden Sie die Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das Projekt OMS:


Was verbirgt sich hinter dem "Projekt-OMS"?

Beim „Projekt-OMS“ handelt es sich um eine umfassende Untersuchung der bestehenden elektronischen Arbeitgebermeldeverfahren in der sozialen Sicherung im Hinblick auf die Optimierungspotenziale.

Wie ist das Verhältnis von BEA zu OMS?

Die Abkürzung OMS steht für Optimiertes Meldeverfahren in der sozialen Sicherung. Es handelt sich um eine auf zwei Jahre engelegte umfassende Untersuchung der bestehenden elektronischen Arbeitgebermeldeverfahren in der sozialen Sicherung im Hinblick auf die Optimierungspotenziale. Mit dem Projekt soll geprüft werden, wie die bestehenden Meldeverfahren verbessert, Wirtschaftlichkeitsreserven erschlossen und möglicherweise neue Verfahren in die Übermittlung integriert werden können. Verantwortlich ist das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Für weitere Informationen: http://www.projekt-oms.de.

Das Projekt BEA

Bei dem Projekt BEA handelt es sich um ein eigenständiges, konkretes Umsetzungsprojekt der Bundesagentur für Arbeit. Das Projekt BEA ist in das Projekt OMS eingebunden. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) arbeitet aktiv im Projekt OMS mit. Bei der Entwicklung von BEA stimmen sich BA und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales miteinander ab. Das optimierte Meldeverfahren in der sozialen Sicherung (OMS) Das Projekt OMS soll die künftigen Verfahren zum Austausch von Meldungen und Bescheinigungen festlegen.

ELENA-Verfahren

Mit dem ELENA-Verfahren (elektronisches Entgeltnachweisverfahren, auch elektronischer Einkommensnachweis; ursprünglicher Begriff JobCard) sollte in Deutschland ursprünglich ab 2012 der Einkommensnachweis elektronisch mithilfe einer Chipkarte und elektronischer Signatur erbracht werden. Das Verfahren umfasste die zentrale Speicherung von Arbeitnehmerdaten und die Nutzung dieser Daten durch die Agenturen für Arbeit und weitere Stellen. Für Abfragen nach dem ELENA-Verfahren sollte jede beliebige, nach einheitlichem Standard (eCard-API) funktionierende Signaturkarte mit Chip (EC-/Maestro-Card, eGK, nPA etc.) verwendet werden können. Die Identifizierung erfolgte durch das Signatur-Zertifikat.

Nachdem die Einführung zunächst auf 2014 verschoben werden sollte, einigten sich das Bundeswirtschaftsministerium und das Arbeitsministerium im Juli 2011 darauf, den Elektronischen Entgelt-Nachweis (Elena) „schnellstmöglich einzustellen“. Die Einstellung wird damit begründet, dass sich die aus Datenschutzgründen erforderlichen Signaturkarten nicht schnell genug verbreiten.

BMeldDÜV- Kommunen mit der Rentenversicherung (z. B. Geburten, Adressänderungen, Sterbefälle)

Neben Angaben der Versicherten zur eigenen Person erfolgte die Aktualisierung der persönlichen Daten vor allem durch Mitteilungen der Arbeitgeber über die Einzugsstellen oder über die Krankenkassen selbst.

Beitragsnachweisverfahren (AG)

Der Arbeitgeber ermittelt aufgrund des versicherungsrechtlichen Status der Arbeitnehmer und der Entgeltbestandteile mit der Entgeltabrechnung die Gesamtsozialversicherungsbeiträge sowie die Umlagen, die er insgesamt in einem Monat zu zahlen hat und übermittelt diese in Form der Beitragsnachweise an die zuständigen Einzugsstellen.

Beitragsnachweisverfahren (ZS)

Die Zahlstelle für Versorgungsbezüge aus vorausgegangenen Beschäftigungsverhältnissen ermittelt aufgrund des versicherungsrechtlichen Status der Versorgungsbezugsempfänger und der Versorgungsbezugsbestandteile mit der Abrechnung die Gesamtsozialversicherungsbeiträge, die sie insgesamt in einem Monat zu zahlen hat und übermittelt diese in Form der Beitragsnachweise an die zuständigen Einzugsstellen.

DÜBAK

Meldeverfahren zwischen BA beziehungsweise den kommunalen Leistungsträgern und den Krankenkassen vom 14.07.2004.

DÜBA

Meldeverfahren zwischen BA und den Rentenversicherungsträgern.

Data Dictionary

Das Data Dictionary des Projekt OMS enthält die Beschreibungen der Verfahren aus dem Meldewesen, Bescheinigungswesen und der Antragsverfahren.

Fachverfahren im Bescheinigungswesen

Auch nach Einstellung des Verfahrens Elektronischer Entgeltnachweis (ELENA) bleibt die Notwendigkeit bestehen, heute noch größtenteils papierbasierte Bescheinigungen in ein elektronisches Verfahren zu überführen. Es ist daher als Teil des Projektauftrages (des Projektes OMS) zu prüfen, welche Bescheinigungen auf der Basis eines etablierten Meldewesens in die elektronische Übermittlung und Verarbeitung sinnvoll einbezogen werden können

Bescheinigungen:

  • Bescheinigungen zu § 312 SGB III: Arbeitslosengeld
  • Bescheinigungen zu § 313 SGB III: Nebeneinkommen bei Bezug Arbeitslosengeld
  • Bescheinigungen zu § 315 SGB III: Auskunftspflicht Dritter
  • Bescheinigungen zu § 23c SGB IV
  • Bescheinigung G 161: Befreiung von der Zuzahlung bei Reha-Maßnahmen
  • Bescheinigung G 586: Verdienstausfall Haushaltshilfe des Rehabilitanden § 54 SGB IX
  • Bescheinigung R 665: Erziehungsrente und Hinterbliebenenrente
    Einkommensanrechnung bei Hinterbliebenenrenten bei UV
  • Jahresarbeitsverdienst als Berechnungsgrundlage nach §§ 81 ff . SGB VII
    § 194 SGB VI Entgeltbescheinigung für Altersrente
  • Hinzuverdienst § 34, § 96 a SGB VI
  • B 24 Bescheinigungen zu § 312 a SGB III Arbeitsbescheinigung zur Beantragung von Leistungen bei ausländischen Trägern

Fachverfahren im Antragsverfahren

Im Projekt OMS werden Antragsverfahren betrachtet, deren Regelungen bundesweit gelten. Als Antragsverfahren wurden anlassbezogene Vorgänge behandelt, mit denen ein Verfahrensbeteiligter in vorgegebener Form bei einem anderen eine Reaktion beantragt. Die beantragten Reaktionen können Entscheidungen / Bescheide, Bescheinigungen, Leistungen, Datenbereitstellungen und Datenpflege sein.

Es werden folgende acht Antragsverfahren betrachtet:

  • Entsendung
  • Elektronisch unterstützte Betriebsprüfung (euBP)
  • §194 SGB VI gesonderte Meldung und Hochrechnung
  • AAG-Erstattung
  • eAntrag RV (Beispiel Rentenantrag)
  • Insolvenzgeld
  • Erstattung zu Unrecht entrichteter Beiträge
  • geht auf in B 01 (Antrag auf Arbeitslosengeld)

ITSG

Informationstechnische Servicestelle der Gesetzlichen Krankenversicherung GmbH

KVdS-Meldeverfahren

Meldeverfahren für die Krankenversicherung der Studenten

KVdR-Meldeverfahren

Meldeverfahren für die Krankenversicherung der Rentner

Meldedaten Unfallversicherung (DBUV)

Die Arbeitgeber melden ab dem 01.01.2009 im Rahmen des DEÜV-Meldeverfahrens die für die Beitragsberechnung in der Unfallversicherung notwendigen Daten an die Datenannahmestellen der Krankenkassen, die diese an die Datenstelle der Rentenversicherung (DSRV) weiterleiten.

Meldungen an die Zusatzversorgungseinrichtungen der AKA

Es handelt sich um Meldungen für Beschäftigungsverhältnisse bei kommunalen und kirchlichen Arbeitgebern, die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft kommunale und kirchliche Altersvorsorge e. V. (AKA) sind.

Meldungen an die Zusatzversorgungseinrichtung VBL

Es handelt sich um Meldungen für Beschäftigungsverhältnisse bei Arbeitgebern des Bundes und der Länder die Mitglieder der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) sind.

Betriebsnummernverfahren mit der BA – Änderungsmitteilung per DBSD

Die BA vergibt die für die Teilnahme am Meldeverfahren benötigten Betriebsnummern (BBNR) für die Beschäftigungsbetriebe von Arbeitgebern.

Zahlstellenverfahren

Das maschinell unterstützte Zahlstellen-Meldeverfahren ist ein Dialogverfahren zwischen den Zahlstellen von Versorgungsbezügen und den gesetzlichen Krankenkassen.

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OMS Projekt, hier werden die häufigsten Fragen zu dem Projekt OMS den verschiedenen Meldeverfahren, Bescheiniguswesen und der geplanten Vereinfachung beantwortet. Diese Übersicht beantwortet die häufigsten Fragen zu OMS (Optimiertes Meldeverfahren in der sozialen Sicherung), den unterschiedlichen Meldeverfahren und zur geplanten Vereinfachung des Meldeverfahrens.

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Haufe OMS Checkliste


Haufe OMS Projekt Checkliste für Unternehmen

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